Zielorientierung und Zielerreichungsanalyse in der psycho-sozialen Fallarbeit

Eine Arbeitshilfe für Beratung, Soziale Arbeit, Sozio- und Psychotherapie

In die­sem Band der Schrif­ten­rei­he zur Psy­cho­so­zia­len Gesund­heit ent­wi­ckeln Hel­mut Pauls und Micha­el Rei­cherts das Kon­zept einer Ziel­er­rei­chungs­ana­ly­se (ZEA). Das Kon­zept wird sehr dif­fe­ren­ziert dar­ge­legt und durch vie­le Bei­spie­le belegt. Aus­ge­hend von der For­de­rung des empi­ri­schen Nach­wei­ses der Effek­ti­vi­tät der ein­ge­setz­ten bera­ten­den, unter­stüt­zen­den bzw. the­ra­peu­ti­schen Maß­nah­men durch die Kos­ten­trä­ger wird ein Modell vor­ge­stellt, das einer­seits eine exak­te Mes­sung von Ist- und Soll­zu­stand rea­li­siert, das ander­seits aber nicht einem rei­nen Exper­ten­mo­dell ver­pflich­tet ist. Durch par­ti­zi­pa­ti­ve Ele­men­te kann der Kli­ent selbst im Dis­kurs mit dem Pro­fes­sio­nel­len eine Ein­schät­zung sei­ner Situa­ti­on sowie den Grad der Ziel­er­rei­chung vor­neh­men.

Die Auto­ren zei­gen, dass aktu­ell auch huma­nis­ti­sche und pro­zess­ori­en­tier­te Sicht­wei­sen die Defi­ni­ti­on von Zie­len sowie die Mes­sung der Ziel­er­rei­chung in ihr Selbst­ver­ständ­nis
inte­griert haben. Damit hat sich die Situa­ti­on im Ver­gleich zu den Grün­der­jah­ren
huma­nis­ti­scher Ansät­ze durch­aus gewan­delt. Eine tra­di­tio­nel­le, stark ethisch moti­vier­te
Ableh­nung von Mess­ver­fah­ren ist einer reflek­tier­ten Inte­gra­ti­on gewi­chen.

Durch die sub­jek­ti­ve Ein­schät­zung, die die Ziel­er­rei­chung durch die Kli­en­ten erfährt, ist
deren Sub­jekt­sta­tus gewahrt. Gleich­zei­tig ent­fal­tet das Kon­zept der Ziel­er­rei­chungs­ana­ly­se the­ra­peu­ti­sche Potenz, indem es den Kli­en­ten moti­viert, sich dif­fe­ren­zier­ter mit sei­ner Situa­ti­on aus­ein­an­der­zu­set­zen, Zie­le ver­schie­de­ner Lebens­di­men­si­on mög­lichst genau zu benen­nen und auch den Grad der eige­nen Ziel­er­rei­chung ein­zu­schät­zen.

Rezen­si­on von Prof. Dr. Irm­gard Jan­sen:

»Pauls und Rei­cherts gelingt es vor dem Hin­ter­grund ihrer lang­jäh­ri­gen Erfah­run­gen im Theo­rie und Pra­xis­kon­text der kli­ni­schen Sozi­al­ar­beit eine Arbeits­hil­fe vor­zu­le­gen, die quer zu den Arbeits­fel­dern psy­cho-sozia­ler Fall­ar­beit als sys­te­ma­ti­sches, beglei­ten­des Ver­fah­ren zur Ziel­ori­en­tie­rung und Ziel­er­rei­chungs­ana­ly­se genutzt wer­den kann. Die Arbeits­hil­fe ist für Prak­ti­ker und Prak­ti­ke­rin­nen der psy­cho-sozia­len Fall­ar­beit, für Stu­den­ten und Stu­den­tin­nen der Sozia­len Arbeit, der Psy­cho­lo­gie und für Leh­ren­de zu emp­feh­len, die Stu­die­ren­de für psy­cho-sozia­le Fall­ar­beit aus­bil­den.« (wei­ter­le­sen…)