Wie handeln diplomierte Gesundheits- und Krankenschwestern, -pfleger um ihre Gesundheit aufrechtzuerhalten?

Eine qua­li­ta­ti­ve Betrach­tung von wahr­ge­nom­me­nen Belas­tun­gen und ent­wi­ckel­ten Bewäl­ti­gungs­stra­te­gi­en in Zusam­men­hang mit Gesund­heits­för­de­rung einer Pal­lia­tiv­sta­ti­on.

Da wir eine beacht­li­che Zeit unse­res Lebens am Arbeits­platz ver­brin­gen, erscheint es umso wich­ti­ger, dass die­ser mit all sei­nen Auf­ga­ben weit­ge­hend als ange­nehm emp­fun­den wird und nicht von dau­er­haf­ten stres­si­gen Situa­tio­nen geprägt ist, denn Stress kann Aus­wir­kun­gen auf unse­ren Gesund­heits-, bezie­hungs­wei­se Krank­heits­zu­stand haben.
Die Tat­sa­che, dass Pfle­gen­de häu­fig Belas­tun­gen aus­ge­setzt sind, wur­de schon mehr­fach in Stu­di­en bestä­tigt. Die Pfle­ge schwer­kran­ker Men­schen erscheint, da der Tod gesell­schaft­lich noch weit­ge­hend als etwas Nega­ti­ves und als ein Tabu­the­ma gese­hen wird, umso schwie­ri­ger zu sein, da die Pfle­ge­rIn­nen hier fast täg­lich mit Ster­be­pro­zes­sen, Ver­ab­schie­dun­gen und Trau­er kon­fron­tiert sind.

For­schungs­fra­gen der Mas­ter­the­se: Wie reflek­tie­ren Gesund­heits- und Kran­ken­schwes­tern, -pfle­ger ihre Arbeit und ihre Belas­tun­gen im Pal­lia­tiv­be­reich?
– Gibt es Belas­tun­gen? Wenn ja, wie wer­den sie von den Befrag­ten selbst defi­niert?
– Wie han­deln Pfle­ge­rIn­nen einer Pal­lia­tiv­sta­ti­on, um ihre Belas­tun­gen am Arbeits­platz zu bewäl­ti­gen und dem­fol­gend ihre Gesund­heit auf­recht­zu­er­hal­ten?
– Auf wel­chen Ebe­nen las­sen sich die Res­sour­cen zuord­nen?
– Wo könn­te die Gesund­heits­för­de­rung anset­zen, um den Gesund­heits­zu­stand des diplo­mier­ten Pfle­ge­per­so­nals wei­ter­hin zu ver­bes­sern?

Metho­di­sches Vor­ge­hen: Die Mas­ter­the­se kon­zen­triert sich mit­hil­fe von leit­fa­den­ge­stütz­ten Inter­views auf diplo­mier­te Gesund­heits- und Kran­ken­schwes­tern, -pfle­ger, die auf einer Pal­lia­tiv­sta­ti­on tätig sind und ihren wahr­ge­nom­men Belas­tun­gen am Arbeits­platz. Wei­ters wur­de auch nach den Bewäl­ti­gungs­stra­te­gi­en, die jedeR im Lau­fe seiner/ihrer Dienst­zeit ent­wi­ckelt hat um die Belas­tun­gen zu ver­ar­bei­ten, gefragt.

Ergeb­nis­se: Mit­tels zusam­men­fas­sen­der Inhalts­ana­ly­se und anschlie­ßen­der induk­ti­ven Kate­go­ri­en­bil­dung wer­den beson­ders auf psy­chi­scher Ebe­ne, wei­ters auf struk­tu­rel­ler, phy­si­scher und per­so­nel­ler Ebe­ne Belas­tun­gen wahr­ge­nom­men. Der Umgang mit den Belas­tun­gen kann einer­seits auf indi­vi­du­el­ler, per­sön­li­cher Ebe­ne, ande­rer­seits jedoch auch auf kol­lek­ti­ver Ebe­ne zuge­teilt wer­den, wobei jeweils eine Zuord­nung in Arbeits­platz – Berufs­rol­le und in Pri­vat­heit / Rol­le als Pri­vat­per­son erfolgt.
Dem­fol­gend im Sin­ne einer Gesund­heits­för­de­rung der Mit­ar­bei­te­rIn­nen eines sozia­len Set­tings wie das Kran­ken­haus, in der die Pal­lia­tiv­sta­ti­on inte­griert ist, wer­den der Ist-Stand der wahr­ge­nom­me­nen Belas­tun­gen, die posi­ti­ven Aspek­te des Pal­lia­tiv­pfle­gens, die Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge der Gesprächs­part­ne­rin­nen, die eigens ent­wi­ckel­ten Bewäl­ti­gungs­stra­te­gi­en der Mit­ar­bei­te­rIn­nen und die Kern­stra­te­gi­en Gesund­heits­för­dern­der Gesund­heits­ein­rich­tun­gen im letz­ten Kapi­tel der The­sis zusam­men­ge­führt und Anknüp­fungs­punk­te bezie­hungs­wei­se Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge, die den Gesund­heits­zu­stand der diplo­mier­ten Gesund­heits- und Kran­ken­schwes­tern, -pfle­ger und ihr han­deln ver­bin­den, gege­ben.