Verhaltensstörungen als maladaptiver Kommunikationsprozess auf sozialen Bühnen

Ver­hal­tens­stö­run­gen sind kei­ne allein im Kind ver­ort­ba­ren psy­cho­pa­tho­lo­gi­schen Stö­run­gen, son­dern sie ent­ste­hen in der Inter­ak­ti­on des Kin­des mit sei­ner Umwelt. In die­ser Arbeit wird eine Defi­ni­ti­on von Ver­hal­tens­stö­run­gen ent­wi­ckelt, wel­che sich auf die­se inter­ak­tio­nis­ti­sche Sicht­wei­se beruft und dar­über hin­aus­geht: Auf Grund­la­ge von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­theo­ri­en, inter­ak­tio­nis­ti­schen und sys­te­mi­schen Ansät­zen zur Erklä­rung von Ver­hal­tens­stö­run­gen und unter Ein­be­zug von Gend­lins Pro­zessphi­lo­so­phie, kön­nen sol­che als Gefan­gen-Sein in eigen­dy­na­mi­schen, sozia­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zes­sen defi­niert wer­den, die nicht den Bedürf­nis­sen der Per­son ent­spre­chen. Dabei wer­den aber Pro­zes­se als offen und in der Zukunft ver­än­der­bar ange­se­hen und so Ver­än­de­rung und ein Auf­bre­chen die­ser Eigen­dy­na­mik der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zes­ses und eine Ver­än­de­rung zu Guns­ten der per­sön­li­chen Bedürf­nis­se mög­lich gemacht.