Sociotherapeutic interventions for children with Asperger Syndrome

In den letz­ten Jah­ren ist die Zahl der Kin­der, bei denen Asper­ger Syn­drom dia­gnos­ti­ziert wur­de, erheb­lich gestie­gen – und eben­so der Bedarf an qua­li­fi­zier­ten Fach­kräf­ten. Die­ses Buch rich­tet sich pri­mär an Sozi­al­ar­bei­te­rIn­nen, die in die­sem Bereich arbei­ten, ins­be­son­de­re an die­je­ni­gen unter ihnen, die in der auf­su­chen­den Arbeit tätig sind. Die Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zum Asper­ger Syn­drom (AS), die das Buch bie­tet, mögen Fach­kräf­ten einen kur­zen Über­blick über dia­gnos­ti­sche Kri­te­ri­en und dia­gnos­ti­sche Instru­men­te, über komor­bi­de Stö­run­gen und Erklä­rungs­an­sät­ze die­ses immer noch wenig bekann­ten Syn­droms ver­schaf­fen.

Der Haupt­teil des Buches ist eine Ana­ly­se von vier kur­zen Situa­tio­nen, denen Sozi­al­ar­bei­te­rIn­nen so oder in ähn­li­cher Form in ihrer Arbeit begeg­nen könn­ten. Die vier auf Erfah­rung grün­den­den, hypo­the­ti­schen Situa­tio­nen decken eine Rei­he von AS-typi­schen Sym­pto­men ab und sind fol­gen­der­ma­ßen beti­telt: “Ankunft des Sozi­al­ar­bei­ters”, “Ein Gesell­schafts­spiel spie­len”, “Wills­te ›nen Stück Bifi?” “Ich bin doch behin­dert”.

Jede Situa­ti­on wird ana­ly­siert, wobei einer­seits die Metho­de der funk­tio­na­len Ver­hal­tens­ana­ly­se zum Ein­satz kommt, ande­rer­seits ein Ana­ly­se­mo­del, wel­ches ent­wi­ckelt wur­de, um sozio­the­ra­peu­ti­sche Auf­ga­ben oder Tasks in der auf­su­chen­den Arbeit mit Kin­dern mit AS zu iden­ti­fi­zie­ren. Die­ses Task-Ana­ly­se-Model unter­schei­det zwi­schen Kli­en­ten bezo­ge­nen Tasks – Auf­ga­ben, die z.B. die Erwei­te­rung der Fähig­kei­ten des Kli­en­ten sowie die Ver­bes­se­rung von des­sen Selbst­ak­zep­tanz betref­fen – und Tasks, die auf die sozia­le Umwelt des Kli­en­ten abzie­len – u.a. Auf­ga­ben, die das Coa­chen der Eltern und das Her­stel­len von unter­stüt­zen­den Peer-Bezie­hun­gen ange­hen.

Nach­dem die Tasks, die sich aus einer bestimm­ten Situa­ti­on erge­ben, iden­ti­fi­ziert sind, wer­den jeweils eini­ge geeig­ne­te sozio­the­ra­peu­ti­sche Inter­ven­tio­nen dar­ge­stellt. Da das Buch sich beson­ders an ambu­lant arbei­ten­de Sozi­al­ar­bei­te­rIn­nen rich­tet, wird bei der Dar­stel­lung der Inter­ven­tio­nen den Beson­der­hei­ten die­ses Set­tings Rech­nung getra­gen.