Single-Case Expert

In der anwen­dungs­na­hen For­schung ist die Ein­zel­fall­ana­ly­se ein aus­ge­zeich­ne­tes Werk­zeug für die Unter­su­chung von Indi­vi­du­en oder sozia­len Aggre­ga­ten: Die Ana­ly­se ihrer Zustän­de und Ver­hal­tens­wei­sen erlaubt das Ent­wi­ckeln und Erpro­ben ent­spre­chen­der Hypo­the­sen, aber auch, beson­ders mit­hil­fe quan­ti­ta­ti­ver Ana­ly­sen, die Schaf­fung von neu­er Evi­denz.

Die wich­tigs­ten Bau­stei­ne in der Pla­nung, Durch­füh­rung und Inter­pre­ta­ti­on der Unter­su­chun­gen, auch für die wir­kungs­vol­le Fall­kon­trol­le und Qua­li­täts­si­che­rung, sind in dem Sam­mel­band von Micha­el Rei­cherts und Phil­ip­pe Genoud (2015) über Ein­zel­fall­ana­ly­sen beschrie­ben. Die im vor­lie­gen­den Band dar­ge­stell­te Web­ap­pli­ka­ti­on Sin­gle-Case Expert (SCE) ist als „Werk­zeug­kas­ten“ zu die­ser Publi­ka­ti­on zu ver­ste­hen, spe­zi­ell zum 7. Kapi­tel; dort wer­den eine Rei­he von, für die Ein­zel­fall­ana­ly­se wich­ti­ge, non-para­me­tri­sche sta­tis­ti­sche Ver­fah­ren vor­ge­stellt. Als neu­ar­ti­ges metho­disch-sta­tis­ti­sches Hilfs­mit­tel zur Durch­füh­rung und Aus­wer­tung von Ein­zel­fall­ana­ly­sen ermög­licht SCE die weit­ge­hend auto­ma­ti­sier­te und benut­zer­ge­führ­te Durch­füh­rung die­ser Ver­fah­ren.

Im vor­lie­gen­den Text wer­den – neben den metho­di­schen Vor­aus­set­zun­gen und der Ent­wick­lung die­ses Soft­ware­tools – einer­seits die non-para­me­tri­schen Ver­fah­ren dar­ge­stellt, wie sie in SCE imple­men­tiert wur­den und vom Benut­zer ver­wen­det wer­den kön­nen. Ander­seits wird im letz­ten Kapi­tel anhand von fünf aus­führ­li­chen Fall­bei­spie­len aus dem psy­cho­so­zia­len und dem betriebs­wirt­schaft­li­chen Kon­text die kon­kre­te Ver­wen­dung von SCE auf­ge­zeigt.

Die Soft­ware ist ver­füg­bar unter www.single-case.expert.