Selbstverletzendes Verhalten Ursachen, Erscheinungsformen und Hilfsmöglichkeiten aus der subjektiven Sicht Betroffener

Selbst­ver­let­zen­des Ver­hal­ten kann Men­schen in allen (sozi­al-) päd­ago­gi­schen und the­ra­peu­ti­schen Arbeits­be­rei­chen begeg­nen. Noch immer neh­men vie­le Exper­tIn­nen (Sozi­al­ar­bei­te­rIn­nen, Psy­cho­lo­gIn­nen etc.) die­ses Phä­no­men nicht rich­tig wahr oder ste­hen die­sem hilf­los gegen­über. Men­schen, die selbst­ver­let­zen­des Ver­hal­ten aus­üben, sto­ßen daher zum Teil in ihrem Umfeld auf gro­ßes Unver­ständ­nis.

Mög­li­che Hin­ter­grün­de und der gesell­schaft­li­che Kon­text, in dem Selbst­ver­let­zung statt­fin­det, sind zen­tra­le Punk­te der Arbeit. In die­sem Zusam­men­hang wer­den die Erkennt­nis­se von Theo­rie und Pra­xis aus der Arbeit mit sich selbst­ver­let­zen­den Men­schen wie­der­ge­ge­ben. Die Dar­stel­lung von Selbst­ver­let­zung anhand von Inter­views mit betrof­fe­nen Frau­en soll dazu bei­tra­gen, den Kon­text der Hand­lung zu ver­ste­hen.

Der ers­te Teil der Arbeit wird das Phä­no­men „Selbst­ver­let­zen­des Ver­hal­ten“ aus theo­re­ti­scher Sicht beschrei­ben. Zu Beginn klä­re ich zen­tra­le Begriff­lich­kei­ten und gehe dann zur Ursa­chen­for­schung über. Nach einer kri­ti­schen Beleuch­tung die­ser, folgt ein Exkurs in geschlechtsspezifischen/gesellschaftlichen Bedin­gun­gen und Ursa­chen. In die­sem Kon­text wird die Selbst­ver­let­zung als Reak­ti­on unter­schied­lichs­ter Erfah­run­gen unter­sucht. Abschlie­ßend wer­den Selbst­ver­let­zungs­prak­ti­ken, Abläu­fe von Selbst­ver­let­zung und eini­ge Hilfs­mög­lich­kei­ten dar­ge­stellt.

Im zwei­ten Teil der Arbeit wer­den drei, von Selbst­ver­let­zen­dem Ver­hal­ten betrof­fe­ne Frau­en die­ses Phä­no­men aus ihrer ganz per­sön­li­chen Sicht des Erle­bens und Füh­lens schil­dern. Damit möch­te ich SVV in sei­nem indi­vi­du­el­len Erle­ben und sei­ner Emo­tio­na­li­tät trans­pa­ren­ter für Außen­ste­hen­de machen, sodass die­se Arbeit auch in der (sozi­al-) päd­ago­gi­schen Pra­xis Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten bie­tet.