Psychotherapeutische Interventionsmethoden und Konzepte in der Sozialen Arbeit

Semi­pro­fes­sio­nel­ler Prag­ma­tis­mus oder mul­ti­moda­le Chan­ce?

Ori­gi­när psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Kon­zep­te und Inter­ven­ti­ons­me­tho­den besit­zen in ver­schie­dens­ten Kon­tex­ten Sozia­ler Arbeit nach wie vor eine selbst­ver­ständ­lich und nor­mal erschei­nen­de Prä­senz. Die Art der Imple­men­tie­rung und Adap­ti­on reicht dabei von hoch ela­bo­rier­ten Trans­fer­kon­zep­ten und Theo­ri­en, bis zu einem zwar hoff­nungs­vol­len, aber kon­zep­tio­nell wenig begrün­de­ten All­tags­prag­ma­tis­mus im Gebrauch ein­zel­ner Inter­ven­tio­nen, häu­fig im Stil einer Metho­den­kof­fer- und Schatz­kis­ten­men­ta­li­tät. Glei­ches gilt für die Qua­li­tät der the­ra­peu­ti­schen Aus­bil­dung der Inter­ve­nie­ren­den und für die dis­zi­pli­nä­re Debat­te, deren Argu­men­ta­ti­ons­li­ni­en wie­der­rum vom Vor­wurf einer will­kür­li­chen The­ra­peu­ti­sie­rung der Sozia­len Arbeit und der Befürch­tung des Ver­lus­tes von Lebens­welt- sowie All­tags­ori­en­tie­rung, über die indi­ka­ti­ons­ge­rech­te Inan­spruch­nah­me wirk­sa­mer Metho­den, bis hin zur Beto­nung der Not­wen­dig­keit einer eige­nen, ganz­heit­li­chen sozia­len The­ra­pie rei­chen.

Die vor­lie­gen­de pro­fes­sio­na­li­sie­rungs­theo­re­ti­sche Bache­lor-The­sis wid­met sich der Frag­stel­lung, ob, bzw. unter wel­chen Umstän­den, der Imple­men­tie­rung von psy­cho-the­ra­peu­ti­schen Inter­ven­ti­ons­me­tho­den und Kon­zep­ten in die Sozia­le Arbeit ein semi­pro­fes­sio­nel­ler Cha­rak­ter oder eine mul­ti­moda­le Chan­ce für eine an den aktu­el­len sozia­len Rea­li­tä­ten aus­ge­rich­te­ten Pro­fes­sio­na­li­sie­rung der Sozia­len Arbeit imma­nent ist.

Hier­zu wer­den theo­re­ti­sche Bezü­ge, Kon­zep­te und Metho­den von Sozia­ler Arbeit und Psy­cho­the­ra­pie mit Blick auf eine mög­li­che Kom­pa­ti­bi­li­tät, exem­pla­ri­sche Kon-zep­te der Metho­den­in­te­gra­ti­on mit unter­schied­li­chen Ansprü­chen sowie das Pro und Con­tra einer Imple­men­tie­rung aus ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven dis­ku­tiert.