Psychosoziale Versorgung im Gesundheitswesen der Zukunft

Die fol­gen­de Arbeit fragt nach der psy­cho­so­zia­len Ver­sor­gung des kran­ken Men­schen im Gesund­heits­we­sen der Zukunft. Ins­be­son­de­re wird die Kli­ni­sche Sozi­al­ar­beit als spe­zi­fi­sche Bera­tungs- und Behand­lungs­kom­pe­tenz Sozia­ler Arbeit the­ma­ti­siert.

Die Gesund­heits­po­li­tik Deutsch­lands ist gegen­wär­tig in aller Mun­de. Es ist von einer Kos­ten­ex­plo­si­on die Rede. Das meist­ge­sag­te Wort der Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­rin Frau Ulla Schmidt in die­sem Zusam­men­hang ist: „Kos­ten­er­spar­nis“. Zahl­rei­che Gesund­heits­re­for­men zie­len auf eine Redu­zie­rung der Kos­ten. Die Bei­trags­sät­ze für die Ver­si­cher­ten in der Gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung stei­gen kon­ti­nu­ier­lich an. Krank­heit zu ver­hin­dern, zu hei­len und zu lin­dern oder anders gesagt, Gesund­heit zu för­dern, zu erhal­ten, oder wie­der her­zu­stel­len wird mehr und mehr zum Luxus­gut. Hier stellt sich die Fra­ge: Wel­chen Preis muss der ein­zel­ne zuguns­ten der gefor­der­ten Kos­ten­er­spar­nis zah­len? Denn es zeich­net sich ab, dass der Mensch zum „homo oeco­no­mi­c­us“, einem natürlich-egoistischen und nut­zen­ma­xi­mie­ren­den Wesen, redu­ziert wird.