Phänomen Pädophilie – Bedeutung und Handlungsansätze der Präventionsarbeit mit Männern mit pädophilen Neigungen

Die vor­lie­gen­de Arbeit beschäf­tigt sich mit der Prä­ven­ti­ons­ar­beit mit pädo­phi­len Män­nern. Sowohl mit den­je­ni­gen, die bereits juris­tisch in Erschei­nung getre­ten sind, als auch mit Män­nern die die­se Nei­gung besit­zen, die bis­her jedoch (noch) kei­ne straf­ba­re Hand­lung aus­ge­führt haben.

Hier­für wird das Phä­no­men Pädo­phi­lie u. a. in dia­gnos­ti­scher Hin­sicht und hin­sicht­lich der Ursa­chen­for­schung näher beleuch­tet. Des Wei­te­ren wird, um der Fra­ge nach einer wirk­sa­men Prä­ven­ti­ons­ar­beit nach­zu­ge­hen, der heu­te straf­recht­li­che und the­ra­peu­ti­sche Umgang mit pädo­phi­len Straf­tä­tern, ins­be­son­de­re die Behand­lungs­me­tho­den, näher betrach­tet.

Dar­über hin­aus wird für die Prä­ven­ti­ons­ar­beit mit pädo­phi­len Män­nern, die bis­her noch nicht straf­recht­lich in Erschei­nung getre­ten sind, das hier­für von der Ber­li­ner Cha­rité im Jah­re 2005 ent­wi­ckel­te „Prä­ven­ti­ons­pro­jekt Dun­kel­feld“ auf­ge­zeigt und beleuch­tet.

Ein wei­te­res Augen­merk wird in die­ser Arbeit auch auf die Stel­lung Pädo­phi­ler in der heu­ti­gen Gesell­schaft gelegt. Es wird hier­bei der Fra­ge nach­ge­gan­gen, wel­che Aus­wir­kun­gen die­se auf pädo­phi­le Men­schen hat und wel­che Fol­gen dies hin­sicht­lich der Bege­hung (erneu­ter) Sexu­al­straf­ta­ten haben kann.

Auf die­ser Grund­la­ge, die auf der heu­ti­gen wis­sen­schaft­li­chen Fach­li­te­ra­tur und heu­ti­gem For­schungs­stand, Inter­net­re­cher­chen sowie eige­nen Pra­xis­er­fah­run­gen basiert, wer­den abschlie­ßend Schluss­fol­ge­run­gen sowie eige­ne Hand­lungs­an­sät­ze und -vari­an­ten auf­ge­zeigt, wel­che die Prä­ven­ti­ons­ar­beit mit pädo­phi­len Män­nern opti­mie­ren.

Im Ergeb­nis wird ins­ge­samt deut­lich, dass das Phä­no­men Pädo­phi­lie sowohl in der Gesell­schaft, als auch in der Fach­welt noch heu­te einen erheb­li­chen Tabu­cha­rak­ter auf­weist, den es hin­sicht­lich der prä­ven­ti­ven Arbeit mit pädo­phi­len Betrof­fe­nen durch eine ver­mehr­te und ver­bes­ser­te Auf­klä­rungs­ar­beit flä­chen­de­ckend zu durch­bre­chen gilt.