Experienzielle Kommunikation. Wie kann soziales Miteinander in komplexen Situationen gelingen?

Auch im unüber­schau­ba­ren Cha­os der Post­mo­der­ne ist ein sozia­les Mit­ein­an­der mög­lich, das Halt gibt. Dafür ist es nicht nötig, auf die freie Ent­fal­tung des Indi­vi­du­ums zu ver­zich­ten. Wie sozia­le Sta­bi­li­tät und per­sön­li­che Auto­no­mie zugleich rea­li­siert wer­den kön­nen, skiz­ziert Tony Hof­mann in sei­ner Dis­ser­ta­ti­on.

Das Herz­stück des Buches, das „Pro­zess­mo­dell der expe­ri­en­zi­el­len Kom­mu­ni­ka­ti­on“, zeich­net sich durch eine acht­sam­keits­ori­en­tier­te, kör­per- und erle­bens­be­zo­ge­ne Grund­hal­tung aus (Focu­sing). Men­schen, die expe­ri­en­zi­ell kom­mu­ni­zie­ren, erle­ben

  • Kon­gru­enz der eige­nen Inten­ti­on mit den tat­säch­li­chen, aus­ge­spro­che­nen Wor­ten (Ich – Ich),
  • ein schöp­fe­ri­sches Poten­zi­al im Kon­takt mit dem jewei­li­gen Gegen­über (Ich – Du) und
  • die Frei­heit, auf die (oft unvor­her­seh­ba­re) Eigen­dy­na­mik eines Gesprächs aktiv Bezug neh­men zu kön­nen (Ich – Pro­zess).

Hier­von aus­ge­hend wer­den päd­ago­gi­sche Prin­zi­pi­en und kon­kre­te Fra­ge­sät­ze abge­lei­tet, die in der Pra­xis anwend­bar sind. Sie ermög­li­chen eine stim­mi­ge Bezo­gen­heit auf­ein­an­der, bei der Gegen­sät­ze zur Res­sour­ce wer­den.

Das Buch rich­tet sich an Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, die an Hoch­schu­len, aber auch in päd­ago­gi­schen, son­der­päd­ago­gi­schen und psy­cho­so­zia­len Pra­xis­fel­dern tätig sind, und die ein Inter­es­se dar­an haben, ein klar kom­mu­ni­zier­ba­res fach­li­ches Pro­fil, sowie per­sön­li­che Stim­mig­keit im beruf­li­chen Han­deln zu ent­wi­ckeln.

(Print-Ver­öf­fent­li­chung: Febru­ar 2017)