Evaluation in der stationären Drogentherapie mittels Zielerreichungsanalyse

Eine empirische Studie in einer Fachklinik.

Auch in der sta­tio­nä­ren Dro­gen­the­ra­pie wird in letz­ter Zeit immer mehr Wert auf die Siche­rung der Ergeb­nis­qua­li­tät gelegt. Aller­dings gibt es in Deutsch­land kaum aus­sa­ge­kräf­ti­ge Katam­ne­se­er­geb­nis­se in die­sem Bereich. Die weni­gen Vor­han­de­nen bezie­hen sich auf das Merk­mal der Absti­nenz. Um eine umfas­sen­de­re Eva­lua­ti­on einer sta­tio­nä­ren Dro­gen­the­ra­pie durch­zu­füh­ren, wur­de in es im die­ser Arbeit unter­nom­men, nicht nur die Absti­nenz, son­dern die Errei­chung zen­tra­ler gene­rel­ler Ziel­vor­ga­ben der Ein­rich­tung und indi­vi­du­el­ler Ziel­set­zun­gen der Kli­en­tIn­nen auf ver­schie­de­nen Ebe­nen sowohl zu The­ra­pie­en­de als auch katam­mes­tisch (meh­re­re Mona­te bis zu einem Jahr nach Ende der sta­tio­nä­ren Behand­lung) zu über­prü­fen. Die Ziel­er­rei­chungs­ana­ly­se (ZEA) nach PAULS und REICHERTS dien­te dabei als Mess­in­stru­ment. Die empi­ri­sche Stu­die wur­de in einer sta­tio­nä­ren Ein­rich­tung der Dro­gen­the­ra­pie in Fran­ken durch­ge­führt. Die Resul­ta­te sind als Erfolg für die sta­tio­nä­re Dro­gen­the­ra­pie zu wer­ten: Der Groß­teil der Ergeb­nis­se lag im guten bis sehr guten Bereich. Die­ser Zustand blieb – ein­ge­schätzt im Ver­gleich zum Ende der The­ra­pie – zum Katam­ne­se­zeit­punkt nicht nur sta­bil, son­dern ver­bes­ser­te sich sogar noch. Die Ergeb­nis­se wei­sen eine gute Anschluss­fä­hig­keit zum Stand der For­schung auf und kön­nen inso­fern trotz der nicht­re­prä­sen­ta­ti­ven Stich­pro­be durch­aus als exem­pla­risch gel­ten. Ins­be­son­de­re zei­gen sie die gute Brauch­bar­keit der ZEA für die Zwe­cke der Eva­lua­ti­on und Dia­gnos­tik.