Evaluation in Geschäftsprozessen Sozialer Arbeit. Theoretische Überlegungen und praktische Untersuchungen einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe

Leis­tun­gen der pro­fes­sio­nel­len Sozi­al­ar­beit wer­den in der Öffent­lich­keit meis­tens als Kos­ten­fak­tor gese­hen, deren Wir­kung bzw. Ergeb­nis­se im Unkla­ren blei­ben. Die Be- ant­wor­tung der Fra­ge, wie wirk­sam ihre Ver­fah­rens­wei­sen sind, ist tat­säch­lich eine Her­aus­for­de­rung, der sich die Sozia­le Arbeit nicht nur auf Grund der Aka­de­mi­sie­rung des Berufs stel­len muss. Die­sem Legi­ti­ma­ti­ons­druck kann die Pro­fes­si­on nur ent­spre­chen, indem sie Pra­xis- und Inter­ven­ti­ons­for­schung betreibt und so der Öffent­lich­keit und sich selbst empi­ri­sche Wirk­sam­keits­nach­wei­se hin­sicht­lich der Effek­ti­vi­tät und Effi­zi­enz lie­fert. Der pro­fes­si­ons­in­ter­ne Wider­stand hin­sicht­lich der Mes­sung und Beur­tei­lung von sozia­len Leis­tun­gen hat lan­ge genug ange­dau­ert wenn die Sozia­le Arbeit sich wei­ter­hin einen Platz in der Wis­sens­ge­sell­schaft sichern will.

Die vor­lie­gen­de Arbeit zeigt, wie mit wis­sen­schaft­lich fun­dier­ter Eva­lua­ti­on die Wir­kun­gen bzw. Ergeb­nis­se sozia­ler Dienst­leis­tun­gen im Rah­men der Kli­ni­schen Sozi­al­ar­beit beur­teilt wer­den kön­nen. Am Bei­spiel der Heil­päd­ago­gisch-The­ra­peu­ti­schen Ambu­lanz (HPTA) des IPSG-Insti­tut für Psy­cho-Sozia­le Gesund­heit, Wis­sen­schaft­li­che Ein­rich­tung an der Fach­hoch­schu­le Coburg, wird gezeigt, mit wel­chen kon­kre­ten Indi­ka­to­ren und Ver­fah­ren die Wir­kun­gen sozi­al­ar­bei­te­ri­scher Pra­xis­eva­lua­ti­on im Berufs­all­tag geplant und durch­ge­führt wer­den kann. Zur trans­pa­ren­ten Dar­stel­lung von Arbeits­ab­läu­fen in sozia­len Ein­rich­tun­gen und zur Unter­stüt­zung der fach­lich fun­dier­ten Eva­lua­ti­on wer­den die aus der Betriebs­wirt­schaft stam­men­den Ver­fah­ren Geschäfts­pro­zess- und Work­flow-Manage­ment vor­ge­stellt und in ihrer Anwend­bar­keit dar­ge­stellt.