Die Herausforderung der sozialen Interaktion für chronisch erkrankte Menschen unter 55 Jahren in der stationären Langzeitpflege

Eine Betrach­tung aus der Per­spek­ti­ve der Kli­ni­schen Sozi­al­ar­beit

Für die Bewäl­ti­gung jeg­li­cher Belas­tun­gen benö­ti­gen Betrof­fe­ne ein mög­lichst umfang­rei­ches Res­sour­cen­po­ten­ti­al. Bei der Bewäl­ti­gung chro­ni­scher Erkran­kun­gen kommt beson­ders der Res­sour­ce sozia­ler Unter­stüt­zung Bedeu­tung zu. Chro­nisch erkrank­te, jün­ge­re Bewoh­ne­rIn­nen sehen sich im Rah­men der insti­tu­tio­nel­len Ver­sor­gung mit kom­ple­xen und viel­fäl­ti­gen Bewäl­ti­gungs­an­for­de­run­gen kon­fron­tiert, wel­che einer­seits aus ihrer Erkran­kung und den damit in Ver­bin­dung ste­hen­den Belas­tun­gen und ande­rer­seits der Her­aus­for­de­rung einer Mobi­li­sie­rung sozia­ler Unter­stüt­zungs­res­sour­cen aus dem sozia­len Umfeld der sta­tio­nä­ren Lang­zeit­pfle­ge bestehen.

Eine Erhe­bung mit­tels nar­ra­ti­ver Inter­views und einer Aus­wer­tung der Ergeb­nis­se in Anleh­nung an die Metho­de der Groun­ded Theo­ry soll sich der Fra­ge annä­hern, wie chro­nisch erkrank­te Bewoh­ne­rIn­nen das sozia­le Unter­stüt­zungs­po­ten­ti­al ihres direk­ten, sozia­len Umfelds wahr­neh­men und auf wel­che Bewäl­ti­gungs­stra­te­gi­en sie in Hin­blick auf Stres­so­ren ihrer Lebens­welt zurück­grei­fen kön­nen.

Des Wei­te­ren soll eine Aus­ein­an­der­set­zung mit rele­van­ten theo­re­ti­schen Bezü­gen ein grund­sätz­li­ches Ver­ständ­nis, sowohl in Hin­blick auf die Bedeu­tung chro­ni­scher Erkran­kun­gen und (sozia­ler Unter­stüt­zungs-) Res­sour­cen, als auch auf die Wech­sel­wir­kun­gen zwi­schen die­sen bei­den Phä­no­me­nen, schaf­fen.