Beitrag 3: Gütekriterien als Prüfstein Sozialer Diagnostik

Ein Theo­rie – Pra­xis – Trans­fer.
In der vor­lie­gen­den Stu­die wur­de die Anwen­dung des psy­cho­so­zia­len, res­sour­cen­ori­en­tier­ten Dia­gnos­tik­in­stru­ments PREDI hin­sicht­lich defi­nier­ter Güte­kri­te­ri­en psy­cho­so­zia­ler Dia­gnos­tik am Bei­spiel ambu­lan­ter Fami­li­en­hil­fen erprobt. Die Unter­su­chung stellt somit einen Ver­such dar, die Lücke zwi­schen For­schung und Pra­xis anhand eines prak­ti­schen Expe­ri­ments zu schlie­ßen. Die Fach­kräf­te schrie­ben PREDI eine fall­struk­tu­rie­ren­de Wir­kung zu und beton­ten die refle­xi­ons­an­re­gen­den Aspek­te des Ver­fah­rens. Sie bemän­gel­ten jedoch vor allem den auf­wen­di­gen Ein­satz des Instru­men­tes und zogen mehr­heit­lich das Fazit, ande­re For­men der Infor­ma­ti­ons­er­he­bung und Erkennt­nis­ge­win­nung vor­zu­zie­hen.
Ange­sichts des­sen stellt sich die Fra­ge, inwie­fern defi­nier­te Güte­kri­te­ri­en sozia­ler Dia­gnos­tik in die
Pra­xis imple­men­tier­bar sind und wel­che Rele­vanz sie für die Fach­kräf­te besit­zen. Wäh­rend
das Kri­te­ri­um der Öko­no­mie im fach­li­chen Dis­kurs kei­ne vor­ran­gi­ge Rol­le ein­nimmt, so ist es
in der Pra­xis offen­bar ein ent­schei­den­der Fak­tor.