100 Jahre Erlebnispädagogik – Rück‑, Rund- und Ausblicke

Das vor­lie­gen­de Buch ist eine Samm­lung acht ein­zel­ner, je für sich zu lesen­der, mit geson­der­ten Lite­ra­tur­ver­zeich­nis­sen ver­se­he­ner und in sich ver­ständ­li­cher Schrift­stü­cke. Das Wort „Schrift-Stü­cke“ ist bewusst gewählt, weil das Buch kei­nen Anspruch erhebt dar­auf, ein irgend­wie gear­te­tes „Gan­zes“ dar­zu­stel­len. Die ein­zel­nen Bei­trä­ge sind von Inhalt und Form, von The­ma­tik sowie lite­ra­ri­scher Gat­tung her höchst unter­schied­li­cher Art. Das Buch wird ver­öf­fent­licht 2019 – und damit zum 100. Geburts­tag der Erleb­nis­päd­ago­gik, deren Geburts­jahr ich in 1919 sehe: Damals dach­te Kurt Hahn auf Schloss Salem erst­mals ernst­haft über Päd­ago­gik als pro­fes­sio­nel­les Han­deln nach.

Es gibt acht Buch­tei­le, die sich zu vier Paa­ren ord­nen las­sen. Ein Paar (der auto­bio­gra­phi­sche Teil „Wie es anfing“ und der Aus­blick „Ide­en für die Zukunft“) bil­det gleich­sam die Rah­mung. Von den drei ande­ren Buch­teil­paa­ren gel­ten zwei The­men­kom­ple­xen, zu denen ich mir seit Beginn mei­ner erleb­nis­päd­ago­gi­schen Tätig­keit im Jahr 1986 Gedan­ken gemacht und ab 1995 auch immer wie­der ein­mal öffent­lich geäu­ßert habe. Da geht es ein­mal um die Wirk­sam­keits­prü­fung von Erleb­nis­päd­ago­gik, zu deren Bewer­tung und Dis­kus­si­on zwei fri­sche Bei­trä­ge in Gestalt sys­te­ma­ti­scher Über­sichts­ar­bei­ten, eine davon die deutsch­spra­chi­ge Erleb­nis­päd­ago­gik betref­fend, bei­steu­ert wer­den. Zum zwei­ten The­men­kom­plex fin­den sich zwei auf Vor­ar­bei­ten beru­hen­de Essays zum The­men­kreis „Gefahr – Risi­ko – Wag­nis“, mit denen ich Vertreter(inne)n der Moder­nen Erleb­nis­päd­ago­gik im deutsch­spra­chi­gen Raum zuru­fen möch­te: Lasst Euch nicht vor lau­ter Angst um „Sicher­heit“ um den Mut zum Wag­nis brin­gen.

Im drit­ten Buch­teil­paar wer­den in zwei Bei­trä­gen Gedan­ken vor­ge­stellt, Mate­ria­li­en aus­ge­brei­tet und Über­le­gun­gen vor­ge­stellt, die bis­lang nur mei­nen frü­he­ren Student(inn)en bekannt sind. Und denen auch nur teil­wei­se und in zumeist bruch­stück­haf­ter und vor­läu­fi­ger Form – sowie eher am Lager­feu­er als im Semi­nar­raum ver­mit­telt. Ich habe lan­ge gezö­gert, mich hier­zu schrift­lich und vor grö­ße­rem Publi­kum zu äußern. Hier tue ich es mit „Die Erleb­nis­päd­ago­gik im Kon­text der deut­schen Reform­päd­ago­gik“ und „Kurt Hahn recon­si­de­red“.